In privaten Badezimmern ist das Platzproblem weniger drängend: Die meisten Leute können eine Yogamatte und ähnliche Ausstattung an einem anderen Ort in ihrer Wohnung unterbringen. Moderne Duschsysteme bieten Dampf- und Aromatherapie-Optionen, sodass man sich per Knopfdruck wie in einem Spa mit Duft und Dampf verwöhnen kann. Diese top-modernen Duschen verfügen über digitale Schnittstellen mit voreingestellten Optionen, mit denen Sie sowohl ein belebendes als auch ein entspannendes Erlebnis genießen können. In Dänemark haben sich diese Mehrstrahl-Duschen noch nicht allgemein durchgesetzt (Dänen sind eher sparsam, wenn es um den Wasserverbrauch geht), ihre Beliebtheit nimmt jedoch zu – vor allem, weil die Designoptionen immer raffinierter werden.
Ein aktueller McKinsey-Bericht sagt voraus, dass Serviceleistungen zur Förderung eines gesunden Schlafs in Zukunft ein noch größeres Geschäft sein werden. Und Hotels reagieren auf diese Prognose bereits mit Angeboten, die über Kopfkissen-Menüs hinausgehen. Ein neuer Trend ist hierbei die sogenannte Beleuchtung im Tagesrhythmus: Das System passt die Lichtintensität und die Farbtemperatur an die innere Uhr des Gastes an. Dies ist besonders bei Langstreckenfliegern beliebt, die mit diesem Trick dem Jetlag entgegenwirken. Sie können zum Beispiel die Beleuchtung in Ihrem Hotelzimmer so einstellen, dass sie der Zeitzone entspricht, aus der Sie kommen – oder in die Sie reisen.
In privaten Badezimmern ist Jetlag meist kein Thema, dafür jedoch ein besserer Schlaf und die allgemeine Stimmungsregulierung! Intelligente Fernbedienungen für Musik, stimmungsvolle Beleuchtung und LED-Leuchtmittel, die den Sonnenauf- und -untergang nachahmen, können Abhilfe bei Müdigkeit am Morgen (und schlechter Laune!) schaffen – und Sie helfen Ihnen, sich nachts zu erholen. Für alle, die mitten in der Nacht auf die Toilette gehen müssen, ist ein System, das die Beleuchtung automatisch auf eine niedrigere Stufe dimmt ein echter Game-Changer: Wir alle wissen, wie grell eine Lampe wirken kann, wenn wir mitten in der Nacht verschlafen aus dem Bett stolpern!
Gehen wir weiter zu anderen Faktoren, die den Schlaf verbessern. Viele Hotels setzen heute aktiv auf akustische Dämpfung, um den Schlaf ihrer Gäste zu verbessern. Sogenannte White Noise-Maschinen und Schlaf-Soundtracks sind bei den Gästen ebenfalls sehr beliebt – und die Entwicklung eines eigenen Schlaf-Soundtracks zum Download kann außerdem eine großartige Möglichkeit für ein Hotel sein, um beim Kunden im Gedächtnis zu bleiben. Für die Kundenbindung gibt es kaum etwas Besseres, als das Letzte zu sein, was der Kunde vor dem Einschlafen hört.
Private Badezimmer können ebenfalls von einer akustischen Dämpfung profitieren, ob als Teil der ursprünglichen Architektur oder in Form von Akustik-Panelen, die sogar als Kunstwerke präsentiert werden können. In den letzten Jahren sind hierfür jede Menge äußerst attraktive Beispiele entstanden. Da Bäder in der Regel sehr harte Oberflächen haben, die den Schall reflektieren und verstärken, kann die Einführung von Elementen zur Dämpfung ein überraschendes Gefühl von gemütlichem Komfort vermitteln.
Kalte Tauchbäder sind ein beliebter Trend bei vielen Prominenten, aber tatsächlich reicht die Praxis des Eintauchens in eiskaltes Wasser bis in die Antike zurück. Bereits die alten Griechen haben es praktiziert – und wir Skandinavier tun es natürlich immer noch, entweder als Teil unserer Saunagänge oder in der freien Natur. Viele behaupten, dass kalte Tauchbäder die Energie, den Stoffwechsel und den Dopaminspiegel ankurbeln können – die im Internet berühmte Drag Queen Trixie Mattel hat die eiskalten Bäder sogar genutzt, um ihre Arthritisbeschwerden zu lindern.
In Hotels kann die wachsende Nachfrage nach kalten Bädern dazu führen, dass die Spa-Bereiche mit eiskalten Zonen ausgestattet werden müssen. Alternativ können für Gäste, die dies wünschen, freistehende Wannen zur Verfügung gestellt werden. Wenn das Badezimmer geräumig genug ist, können Wannen für eiskalte Bäder sogar im Badezimmer des Gastes bereitgestellt werden. Im Arctic Bath in Schwedisch-Lappland können Gäste direkt durch eine eigens dafür vorgesehene Öffnung im Eis in den Fluss eintauchen – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Kälteanwendungen in das Spa-Erlebnis integriert werden. Aber seien Sie gewarnt: Eiskalte Tauchbäder in der Wanne führen in der Regel zu vielen Spritzern! Achten Sie daher darauf, dass der Raum über einen großzügig entworfenen Ablauf verfügt!
In privaten Badezimmern geht der Trend zu freistehenden Wellness-Wannen, die auch für eiskalte Tauchbäder geeignet sind. In High-End-Projekten kann das Hauptbadezimmer sogar mit einem besonderen Becken für kalte Tauchbäder ausgestattet sein. Für alle diejenigen, die den Trend jedoch erst einmal ausprobieren möchten, bevor sie eine größere Investition tätigen, sind im Internet auch Plastikwannen für kalte Bäder erhältlich.
Beispiele für aufgeräumte Badezimmergestaltung – Konzeptbilder
Der Trend zu Schlichtheit ist für die meisten Hotels selbstverständlich: Die Einrichtung ist in der Regel dezent und makellos. Aber wir alle kennen das Problem: das perfekte Ambiente des Hotel(bade)zimmers wird durch all unsere Sachen zerstört. Wenn man ein oder zwei leere Tabletts oder Körbe im Raum platziert, ist es viel einfacher, alles zu gruppieren, und der ästhetisch bewusste Kunde kann den schlichten Look bewahren. Diese Behälter sollten abwaschbar sein, um die Reinigung zu erleichtern. Porzellanschalen sind eine ausgezeichnete Wahl, und sie sind in einer Vielzahl von Farben und Stilarten erhältlich, mit denen Sie jeden Look betonen können, ob rustikal oder elegant.
In privaten Badezimmern hängt es natürlich vom Geschmack und von den Anstrengungen der jeweiligen Bewohner ab, wie viel Unordnung vorhanden ist. Die Innenausstattung kann jedoch dazu beitragen, den Raum ordentlich zu halten, indem viel Stauraum eingeplant wird. Nutzen Sie kleine Ecken und Winkel: Bauen Sie flache Schränke um Rohrleitungen herum, unter dem Waschbecken und so weiter. Und weisen Sie Ihre Kunden auf die Vorteile von Körben hin: Wenn sie Ihre Sachen in Körben und Behältern gruppieren, wirkt das Ganze gleich viel ordentlicher.