Die Maatulli-Schule in Helsinki, entworfen von Fors Arkitekter, wird als „Waldschule“ in städtischer Umgebung beschrieben. Die Schule befindet sich in einem Park in einem Vorort von Helsinki und besteht aus mehreren Holzgebäuden, die alle um einen runden grünen Innenhof angeordnet sind, der als „Waldlichtung“ bezeichnet wird. Die weichen Rundungen der zum Innenhof gerichteten Wände tragen ebenso wie die umfangreiche Verwendung von hellem Holz im Inneren der Gebäude zu einem fließenden Übergang zwischen Innen- und Außenbereich bei. Die Pflanzen und Bäume, die im Innenhof und im Park wachsen, sind direkt von den örtlichen Wäldern inspiriert und spiegeln diese wider, wodurch die Verbindung der Schüler zur Natur gestärkt wird. Außerdem ermöglicht die minimale Verwendung von harter Pflasterung eine natürliche Wasserableitung – und die gesamte Umgebung ist so gestaltet, dass die Schüler dazu ermutigt werden, mit dem Fahrrad statt mit
dem Auto zu kommen.
Die weichen Rundungen der zum Innenhof gerichteten Wände tragen ebenso wie die umfangreiche Verwendung von hellem Holz im Inneren der Gebäude zu einem fließenden Übergang zwischen Innen- und
Außenbereich bei.
Dänische Architekten greifen bei Einfamilienhäusern immer häufiger auf Atrien zurück. Obwohl es sich hierbei natürlich um eine exklusive Lösung handelt, bietet sie große Vorteile: Sie ermöglicht es, die Innenräume auf mehreren Seiten gleichzeitig nach außen hin zu öffnen. Und bei Neubauten bietet das Atrium den Bewohnern vom ersten Tag an einen eigenen, attraktiven und völlig privaten Außenbereich. Im hier gezeigten Beispiel von Architects Nørrebo Frandsen ApS verstärkt die Verwendung von Ziegelsteinen in gedämpfter Farbe und Holzverkleidungen das Gefühl der Verbundenheit mit der Natur. Das Atrium wird von den Umrissen des Hauses und seiner Garage gebildet – und Schiebetüren ermöglichen es den Bewohnern, den Raum für maximale Privatsphäre vollständig zu schließen.
Wenn Sie das Glück hatten, als Kind ein Baumhaus zu haben, gratulieren wir Ihnen! Wenn Sie dieses besondere Gefühl von heimlichem Rückzugsort und Abgeschiedenheit erleben möchten, das nur ein Baumhaus bieten kann, finden Sie in den nordischen Ländern eine wachsende Anzahl solcher Angebote: Sie werden immer beliebter, um die Natur zu erleben, ohne dabei auf modernen Komfort verzichten zu müssen. Die Suiten des Trakt Forest Hotels sind nicht in echten Bäumen gebaut, sondern auf Stelzen errichtet, sodass man das Gefühl hat, mitten im Wald zwischen den Bäumen zu schweben. Die komfortable Innenausstattung ist bewusst schlicht gehalten, damit die Aufmerksamkeit der Gäste auf den Star der Show gerichtet ist, der von großzügigen Fenstern eingerahmt wird: die natürliche
Kulisse des Waldes.
Dies ist eines der spektakulärsten Beispiele, in die Natur einzutauchen, die wir je erlebt haben. Das passend benannte Restaurant „Under“ in Südnorwegen, nicht weit von Kristiansand entfernt, steht buchstäblich unter Wasser. Der Weg hinunter in den Unterwasser-Essbereich ist ein wirklich spektakuläres Erlebnis, das Sie einem Aspekt der Natur nahebringt, den wir selten zu sehen bekommen: dem Leben im Meer. Während die fantastische Kulisse wahrscheinlich der Hauptanziehungspunkt für die meisten Besucher ist, enttäuscht auch das Essen nicht: Die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Küche bietet ein Probiermenü von großer Raffinesse, das ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis schafft.
Für unseren letzten Beitrag betrachten wir die Dinge aus einer anderen Perspektive. Während sich die vorherigen Beispiele darauf konzentrierten, die Natur in die Architektur zu integrieren, gibt es auch Beispiele für eine umgekehrte Bewegung: Architektur, die auf spezielle Weise in der Natur platziert wird, um unsere Erfahrung mit ihr zu verbessern. In Dänemark ist der 45 Meter hohe Forest Tower auf Seeland ein hervorragendes Beispiel. Dieses spektakuläre Bauwerk aus Eichenholz und Cortenstahl bringt Besucher hoch über den Wald hinaus, wo sie einen wahrhaft atemberaubenden Blick auf die umliegende Landschaft genießen können. Ein entscheidender Aspekt der preisgekrönten Architektur ist der schmale Teil in der Mitte, in dem Besucher die Baumkronen, die in die Struktur hineinwachsen, buchstäblich berühren können. Wenn man den Turm hinauf- und hinuntergeht, wird die Erhabenheit der Natur plötzlich sehr greifbar: Selbst Menschen, die keine Höhenangst haben, werden eine instinktive Reaktion verspüren, wenn sie den Wald aus einer völlig neuen Perspektive betrachten.
Das Dänische Architekturzentrum in Kopenhagen veranstaltet regelmäßig Ausstellungen zu verschiedenen Themen, die von dänischen Designklassikern bis hin zu wichtigen Herausforderungen reichen, die unsere heutige Bauweise beeinflussen. Zum Beispiel untersucht die aktuelle Ausstellung Recycle!, wie zirkuläre Prinzipien durch die Wiederverwendung von Materialien, die Umnutzung bestehender Strukturen und die Minimierung von Abfall in die Architektur einbezogen werden können. Von besonderem Interesse für unser Thema hier ist die kommende Ausstellung Age of Nature, die am 6. Oktober eröffnet wird. Sie untersucht speziell die „Beziehung zwischen Architektur, Natur, Menschen und Biodiversität“ – und wie wir eine Architektur schaffen können, die die Natur aktiv unterstützt.